Garnelen oder Krabben
Garnelen sind in Deutschland die populärsten Krebstiere überhaupt. Im allgemeinen Sprachgebrauchwerden sie oft „Krabben“ genannt. Das ist falsch: Krabben sind Kurzschwanzkrebse, Garnelen gehören dagegen zu den Langschwanzkrebsen.Garnelen bilden eine weitverzweigte Familie. Die 2.000 bis 3.000 existierendenGarnelenartenwerden nach Größe und Lebensraum (Wassertiefe)eingeteilt. Handelsüblich, international allerdings nicht einheitlich werden die Garnelen als „Shrimps“ und „Prawns“ bezeichnet, je nach Größe auch mit Zusätzen „Riesen“, „King“ oder „Tiger“ gehandelt. Außerdem unterscheidet man Warm und Kaltwassergarnelen sowie Meeres- und Süßwassergarnelen.
Lebensweise
Die in Deutschland äußerst beliebte Nordsee-Garnele wird oft fälschlicherweise als „Nordsee-Krabbe“ gehandelt. In Tiefen bis zu 20 Meter lebend, ist die Nordsee-Garnele ein wichtiges Objekt der Küstenfischerei geworden. Hauptlebensraum ist die Nordseeküste vor Holland, Deutschland und Dänemark. Als Nahrung dienen Kleintiere, Sinkstoffe und Algen.
Aussehen und Erkennungsmerkmale
Fast alle Garnelenarten haben einen schmalen, gebogenen Körper und lange Fühler. Einige Arten wirken leicht durchsichtig und haben eine grünbräunliche oder rosa bis braunrote Färbung. Die Nordsee-Garnele wird 5 bis 7 cm lang, hat einen durchsichtigen grauen Körper und ein besonders stark ausgeprägtes erstes Scherenpaar.
Fangmethoden
Nordsee-Garnelen werden von speziell ausgerüsteten deutschen, holländischen und dänischen Krabbenkuttern angelandet. Die Seefischerei auf Garnelen erfolgt mit Schleppnetzen (Baumkurre) und mit Trawl-Netzen. Nordsee-Garnelen werden sofort an Bord nach Größe sortiert und gekocht. Bis zum Anlanden werden sie dann kühl gelagert.