SCHIFFSBAU IM EMSLAND - DIE MEYERWERFT
Zahlreiche Zuschauer und maritim begeisterte Menschen stehen an der Uferböschung und sehen wie sich der Stahlkoloss langsam und gemächlich vorbeischiebt. Fast lautlos gleitet er vorbei. Aus den Tiefen des Schiffbauches ist das dumpfe Brummen der Maschine zu hören. Ab und an dröhnt das Schiffstyphon und in der Weite dieser grünen Landschaft verhallt das Echo in der Ferne. Die Menschen bejubeln, beklatschen und verabschieden das neue Schiff, dass sich langsam seinem eigentlichem Element, dem Meer, entgegen bewegt. Lange kann man ihm hinterher schauen, bis dann nur noch der Schornstein über den Baumkronen in einiger Entfernung zu sehen ist.
Ein Szenario das sich jedes Jahr aufs neue abspielt. Aber nicht in einer Hafenstadt an der Küste, wie man meinen könnte, sondern im Binnenland, knapp 66 km vom nächsten Seehafen (Emden) entfernt. Die in Papenburg ansässige Meyerwerft macht solch ein Ereignis möglich. Weltbekannt ist diese Werft, auf der verschiedenste Schiffstypen in Größenordnungen von bis zu knapp 300 m gebaut und in die ganze Welt verkauft werden. Bei der sogenannten Emsüberführung dabei zu sein, und neben dem Schiff, dass zum greifen nahe zu sein scheint, an der Ems zu stehen, ist schon ein Ausflug nach Papenburg wert.













